06.12.2019

Bettgeflüster: Wenn uns die Arbeit wachhält

Foto: Lev Dolgachov/alarmy

Drei von zehn Menschen in Deutschland lässt Stress nicht schlafen – besonders belastet sind dabei diejenigen, die Familie und Beruf unter einen Hut bringen müssen. Bei vier von zehn Beschäftigten kreisen die Gedanken auch nach Feierabend noch um die Arbeit.

Ständige Erreichbarkeit und Reizüberflutung lassen viele nachts nicht zur Ruhe kommen. Die körperliche Arbeit nimmt ab, dafür steigen die psychischen Belastungen in den Bürotätigkeiten. Wie können Beschäftigte dem entgegenwirken?

Wer am Bildschirm arbeitet, kann sich am besten beim Sport auspowern und so die Stresshormone abbauen: Ausdauersportarten wie Schwimmen oder Nordic Walking sorgen für Fitness und Entspannung. Tanzen und Yoga fördern Beweglichkeit und Wohlbefinden. Gehen Sie jedoch lieber morgens oder vormittags zum Sport, damit Sie abends gut einschlafen können. Vor dem Schlafengehen sind einfache Atemübungen oder Meditationen empfehlenswert, um wirklich abzuschalten.

Eine klare zeitliche Trennung von Arbeit und Freizeit hilft, zur Ruhe zu kommen. Bleiben Sie nicht bis spätabends im Büro, und schalten Sie nach 20 Uhr Handy und Tablet aus. Kinder lieben Rituale wie das abendliche Vorlesen, um in den Schlaf zu finden – bei Erwachsenen funktioniert das ganz ähnlich. Ob Sie lieber ein Buch lesen, Musik hören, eine Tasse Tee trinken oder eine Tagesbilanz ziehen – wichtig ist, immer dasselbe zu tun. Eine gewisse Monotonie wirkt einschläfernd.

30 Prozent der Beschäftigten arbeiten im Schichtdienst und damit gegen ihre innere Uhr. Für sie sind regelmäßige Schlafenszeiten je nach Schicht besonders wichtig. Dabei können Sie auch in Etappen schlafen, vor allem, wenn Sie Zeit mit der Familie verbringen möchten. Beispielsweise können Sie bei Nachtschicht jeweils einige Stunden am Vor- und Nachmittag schlafen und mittags gemeinsam mit ihren Kindern essen und spielen. Schichtarbeitende brauchen eine gute Planung und viel Verständnis von ihrer Umgebung. Mit einem Familienkalender oder Planungs-Apps können Sie Arbeit, Familie und Freunde besser unter einen Hut bekommen.

Für alle Beschäftigten, die nicht genügend Schlaf bekommen, empfiehlt sich tagsüber ein kurzes, erfrischendes Powernapping von 10 bis 20 Minuten – zum Beispiel am Mittag oder frühen Nachmittag. Das ist auch im Auto oder Bürostuhl möglich. Spezielle Apps unterstützen Sie dabei, die Zeit zu organisieren.

Weitere Informationen finden Sie unter: bosch.bkk-bettgefluester.de

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