19.07.2019

Zu zweit in einem Bett

Foto: AdobeStock master1305, iStock Viacheslav Peretiatko

Nichts ist schöner, als zu zweit in einem Bett zu liegen. Aber ist es auch immer ein Vergnügen, gemeinsam zu schlafen?

Männer schlafen offenbar besser zu zweit, fühlen sich geborgen. Frauen erholen sich dagegen eher, wenn sie allein schlafen. Sie wachen schneller auf, auch schon bei leichten Geräuschen. Deshalb sind Absprachen im Schlafzimmer besonders wichtig – und ein zweites Bett für die Partnerin, die schlechter schläft. Die Qualität einer Partnerschaft bemisst sich nicht daran, dass man immer im selben Bett schläft.

Schlafkiller Nummer Eins ist das Schnarchen, das mit zunehmendem Alter immer häufiger wird. Wenn Anschubsen oder Ellenbogen nicht mehr helfen, helfen Anti-Schnarch-Kissen oder Kinnbinden. Es gibt auch Nasenklammern, mit denen der Schnarchende besser Luft bekommt. Das ist besonders wichtig, weil heftiges Schnarchen oft mit kurzen Atemstillständen verbunden ist (Schlafapnoe). Dann wird der Körper nicht mehr richtig mit Sauerstoff versorgt, und der Betroffene fühlt sich tagsüber schlapp und unkonzentriert. Häufig bemerkt der Partner die Aussetzer und kann den Schnarcher warnen – und der sollte auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen. Das Schnarchen lässt sich verringern, wenn man auf Alkohol und Schlafmittel verzichtet, damit sich die Muskeln nicht zu sehr entspannen. Bei Übergewicht hilft es, ein paar Pfunde loszuwerden. Manchmal sind aber auch anatomische Besonderheiten schuld, die operiert werden können.

Die ganze Familie im Bett, nichts ist schöner. Aber ist es auch gesund?

Viele Menschen genießen es, abends mit dem Partner noch den Tag in Ruhe durchzusprechen. Im Bett sollten Sie allerdings keine Problemgespräche führen, die Sie ins Grübeln bringen, sonst fällt das Einschlafen schwer, oder die Sorgen lassen Sie nachts aufwachen. Schreiben Sie belastende Gedanken auf, um den Kopf frei zu machen.

Besonders herausfordernd wird das Schlafen, wenn Kinder kommen – junge Eltern leiden stark unter Schlafmangel. Auch hier ist es günstig, möglichst früh mit Ritualen anzufangen, damit sich die Kinder auf das Schlafengehen einstellen können: Feste Zeiten für Abendbrot und Schlafengehen, regelmäßiges Singen, Kuscheln oder Vorlesen helfen den Kindern, zur Ruhe zu kommen. Übermüdete Kinder schlafen schlechter ein, und zu viele Reize wirken leicht überfordernd. Kinder wachen nachts häufig auf, weil sie nach Sicherheit durch vertraute Menschen suchen, oder weil sie schlecht geträumt haben. Am besten ist es, sie sanft und leise zu beruhigen, so dass sie schnell wieder in den Schlaf zurückfinden.

Im Rahmen der Kampagne „Bettgeflüster“ bietet die Bosch BKK kostenlose Webinare rund um das Thema Schlaf. Hier die nächsten Termine:

17.10.2019 „Schlafstörungen – Ursachen, Diagnostik und praktische Tipps“
06.11.2019 „Schichtarbeit und Schlafprobleme – was kann ich tun?“

Verpasste Webinare können Sie hier nachschauen.

Weitere Informationen
Unsere Kampagne “Bettgeflüster” für gesunden Schlaf

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