18.07.2019

Wichtige Tipps für die Urlaubsreise mit Kindern

Fotos: iStock epiximages, Luca Lorenzelli; AdobeStock Petr Bonek; Photocase altanaka

Eltern, die eine lange Autoreise mit ihren Kindern vor sich haben, fürchten ihn: den Quengel-Chor auf der Rückbank. Doch keine Sorge: Diese Tipps helfen dabei, mögliche Horrorfahrten zu verhindern.

Zu Beginn lassen Sie uns ehrlich sein: Lange im Auto sitzen zu müssen, kann furchtbar langweilig sein. Vor allem für Kinder. Sie wollen sich bewegen und nicht stundenlang die Füße stillhalten. Ganz wichtig ist deshalb, mit welcher Einstellung Sie in die Reise starten. „Strecke machen!!“, bedeutet nur Stress für die ganze Familie. Lassen Sie es lieber gemütlich angehen – schließlich sind Sie im Urlaub. Haben Sie mental einen Gang runtergeschaltet, fällt es nicht mehr so schwer, die Autofahrt angenehmer für alle zu gestalten.

Für Kinder ist eine lange Autofahrt eine Tortur. Stundenlang sitzend am selben Platz zu veharren entspricht nicht ihrer Natur.

Pausen machen
Je jünger Ihre Kinder sind, desto öfter sollten Sie anhalten. Spätestens alle 1,5 Stunden empfiehlt sich ein Boxenstopp. Wollen Sie häufige Pausen vermeiden, fahren Sie nachts, wenn Ihre Kinder schlafen. Tipp: Mit einem Nackenkissen haben Ihre Kinder es bequemer – und schlafen wahrscheinlich länger. Aber achten Sie auch darauf, dass die Fahrer genügend Ruhepausen haben!

Snacks einpacken
Kaum etwas lässt die Stimmung im Auto schneller auf den Nullpunkt sinken als knurrende Mägen. Packen Sie am besten zwei Proviantkörbe. Einen für längere Picknicks an der Raststätte und einen mit handlichen, leichten Snacks wie selbst geschmierten Broten oder Obststücken für die Fahrt. Denken Sie auch an leckere Überraschungen für den Fall, dass Sie im Stau stehen und den Kindern die Wartezeit versüßen müssen. Schonen Sie Ihre Nerven: Snacks, die schmelzen oder schmieren, gehören nicht in die Überraschungstüte.

Genug trinken
Ausreichend trinken ist wichtig. Getränke, möglichst Wasser oder ungesüßte Tees, servieren Sie am besten in Flaschen mit altersgerechten, leicht verschließbaren Trinkaufsätzen. Achtung: Kohlensäure kann Kindern auf den Magen schlagen. Apropos Wasser: Sollte es trotz Klimaanlage mal zu warm im Auto werden, verschaffen Sie sich und Ihren Kindern mithilfe einer Sprühflasche und eines Taschenventilators oder eines Fächers einen Frische-Kick.

Hitze vermeiden
An den Fenstern der Rückbank sollten Sie einen Sonnenschutz anbringen. Das können Folien oder Rollos sein – oder ein dünnes Tuch, das Sie im Fenster einklemmen.

Vorbeugen
Für den Fall, dass einem Ihrer Kinder schlecht wird, sollten Sie eine Spucktüte griffbereit haben. Wenn Sie wissen, dass Ihre Kinder zu Reiseübelkeit neigen, sprechen Sie gegebenenfalls mit Ihrem Kinderarzt über geeignete Medikamente.

Pausen nutzen
Powern Sie Ihre Kids während der Pausen richtig aus. Babys sollten auf einer Decke rollen und krabbeln können. Als Spiele für die Größeren eignen sich Fangen, Frisbee oder Fußball. Achten Sie dabei auf die Sicherheit. Nicht jeder Rastplatz ist für solche Spiele groß genug. Für Seilspringen oder Hüpfspiele wie Himmel und Hölle ist aber immer Platz. Tipp: Nehmen Sie Straßenkreide mit, um Spielfelder aufzuzeichnen. Welche Raststätten besonders familienfreundlich sind, finden Sie in Ratgebern wie dem Autobahn-Guide oder den Planern von Tank & Rast.

Hitze im Heck vermeiden Sie am besten mit einem Sonnenschutz in den Fenstern.

Die goldene Regel für lange Autoreisen lautet: Wer sich mit Entertainment für unterwegs auskennt, fährt besser. Möglichkeiten gibt es wie Sand am Meer.

Musik und Hörspiele
Packen Sie eine Tasche mit CDs oder nutzen Sie über Ihr Smartphone einen der vielen Streamingdienste. Hören Ihre Kinder schon selber über Kopfhörer, halten Sie Ersatzbatterien oder Ladekabel bereit, um – sagen wir – Unmut zu vermeiden. Tipp: Vor allem jüngere Kinder singen gerne selbst. Fragen Sie in der Kita nach, welche Lieder Ihre Kinder gerade mögen.

Kleine Helfer
Es ist ein Naturgesetz der Autoreise: Spielzeuge und Schnuller fallen in den Fußraum. Um die Anzahl akrobatischer Rettungsaktionen vom Beifahrersitz aus zu minimieren, befestigen Sie Spielzeuge und Schnuller mit einer Schnullerkette am Kindersitz. Übrigens: Es gibt Brettspiele mit magnetischen Spielfiguren.

Hand- und Fingerpuppen
Verwandeln Sie die Rückbank in ein Theater, indem Sie kleine Geschichten improvisieren oder Ihre Kids einfach in ein Gespräch mit den Puppen verwickeln. Das klappt auch mit den coolen Älteren. Auch Zaubertafeln mit Wisch-und-weg-Modus oder Stickerbücher sind ideales Kreativ-Entertainment. Ihre Kinder können ihrer Fantasie freien Lauf lassen, ohne dass Stifte durch die Gegend kullern. Mit wieder abziehbaren Stickern lassen sich außerdem die Autoscheiben verschönern.

Reisespiele
Punkten Sie mit den Klassikern: Schulkindern macht beispielsweise das A-bis-Z-Spiel Spaß. Wählen Sie eine Kategorie, etwa Tiere oder Süßigkeiten, und finden Sie reihum angefangen beim A jeweils ein passendes Wort zu den Buchstaben. Ein Evergreen ist das Gedächtnisspiel „Ich packe meinen Koffer“. Ebenfalls lustig: „Verrückte Tiere“. Bei den vorbeifahrenden Autos wird abwechselnd nach den Nummernschildern geschaut und anhand der ersten zwei Buchstaben muss ein irrwitziges Tier erfunden werden. Beispiel: HH gleich Hasenhummel oder BS gleich Bibersperling. Das geht reihum. Weitere tolle Spiele finden Sie hier.

Bastelspaß
Steigern Sie die Vorfreude auf die Reise, indem Sie vor dem Urlaub mit den Kindern Spielzeug für die Fahrt basteln. Aus einem flachen Schuhkarton kann mithilfe von Buntstiften eine Rennstrecke für Matchbox-Flitzer oder eine Puppenstube werden. Möglich ist auch ein Spielplatz für die Playmobil-Figuren oder ein Klassenzimmer für die Schleichtier-Schule. Für Babys sind fest verschließbare Plastikbeutel oder -flaschen mit spannenden Gegenständen oder farbigen Flüssigkeiten ein prima Zeitvertreib.

Nicht jede Raststätte ist gleich gut für Kinder geeignet. Im Text finden Sie Links zu besonders geeigneten Raststätten.

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