23.03.2018

Auszeiten mit Folgen

Foto: Lottie Davies/Alamy

Jahresarbeitsentgeltgrenze: So ein Wort kann wahrscheinlich nur die deutsche Sprache bilden.

Dahinter verbirgt sich aber eine wichtige Rechengröße in der Sozialversicherung. Es handelt sich um jene Grenze, die zwischen Versicherungspflicht und Versicherungs­freiheit unterscheidet. Im Kalenderjahr 2018 liegt sie bei 53.100 Euro Jahresgehalt. Verdient ein Arbeitnehmer regelmäßig mehr, ist derjenige entweder freiwillig gesetzlich oder privat krankenversichert.

Doch was geschieht, wenn man sein Beschäftigungsverhältnis unterbricht und dadurch plötzlich weniger oder gar kein Gehalt mehr bekommt? Bei Eltern- oder Pflegezeit muss man sich unmittelbar nach dem letzten Tag der bezahlten Beschäftigung um seine Weiterversicherung kümmern. Bei einem unbezahlten Urlaub hat man etwas länger Zeit, weil man zunächst für längstens einen Monat als Arbeitnehmer versichert bleibt.

Dauert die Auszeit länger, muss man sich durch eigene Beitragszahlungen weiterversichern. Wer freiwillig gesetzlich krankenversichert ist, kann sich aber möglicherweise sogar beitragsfrei über seinen gesetzlich versicherten Ehepartner familienversichern. Keine Auswirkungen auf den Versicherungsstatus haben Zeiten der Arbeitsunfähigkeit, des Bezugs von Mutterschaftsgeld oder Kurzarbeitergeld, weil der Verdienstausfall nur vorübergehend ist. Sie haben Fragen zu dieser komplizierten Materie? Schreiben Sie uns an info@Bosch-BKK.de oder wenden Sie sich an Ihre Geschäftsstelle.

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