30.04.2019

FAQ: Muss wirklich jede Krankmeldung zur Krankenkasse?

Foto: iStock/fotoquique

Krank wird jeder mal. Aber wem muss ich wann was melden, wenn ich arbeitsunfähig werde? Es ist gut darüber Bescheid zu wissen. Denn Fristen zu verpassen, kann unangenehme Folgen haben. Die zehn wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema Arbeitsunfähigkeit haben wir für Sie zusammengestellt:

Ich bin arbeitsunfähig – wann muss ich das meinem Arbeitgeber melden?
Ihrem Arbeitgeber müssen Sie Arbeitsunfähigkeit unverzüglich melden. Dauert die Erkrankung länger als drei Tage, müssen Sie eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, die so genannte „AU-Bescheinigung“ vorlegen. Diese muss spätestens am darauffolgenden Arbeitstag beim Arbeitgeber eingehen. Aber Achtung: Ihr Arbeitgeber kann verlangen, dass Sie den Nachweis schon früher erbringen.

Was kann mein Arbeitgeber machen, wenn ich mich nicht an die Frist halte?
Ihr Arbeitgeber darf Ihnen Entgelt verweigern, solange Sie Ihrer Nachweispflicht schuldhaft nicht nachkommen.

Wann muss ich meine Krankenkasse informieren?
Ihre AU-Bescheinigung muss innerhalb von einer Woche nach Beginn der Arbeitsunfähigkeit bei Ihrer Krankenkasse sein.

Was ist, wenn ich länger krank bin?
Sind Sie länger arbeitsunfähig, benötigen Sie AU-Folgebescheinigungen. Auch diese müssen Sie jeweils innerhalb von einer Woche nach Feststellung der weiteren Arbeitsunfähigkeit bei Ihrer Krankenkasse vorlegen.

Muss ich wirklich jede Krankmeldung an die Kasse schicken?
Ja, Sie müssen jede AU- bzw. Folgebescheinigung an die Kasse schicken – ohne Ausnahme.

Was ist der Grund dafür?
Wenn Sie länger als sechs Wochen oder mehrfach arbeitsunfähig sind, prüft Ihre Krankenkasse den Anspruch auf Krankengeld. Voraussetzungen sind aber:
1. Ihre AU-Bescheinigung ist spätestens eine Woche nach Beginn der Arbeitsunfähigkeit bei Ihrer Krankenkasse.
2. Sie müssen Ihre Arbeitsunfähigkeit lückenlos nachweisen.

Was bedeutet „die Arbeitsunfähigkeit lückenlos nachweisen?“
Wenn Sie länger krank sind und Ihnen der Arzt eine Folge-AU-Bescheinigung ausstellt, muss diese immer direkt an die vorherige Krankschreibung anschließen. Bei Wochenenden reicht die erneute Krankschreibung am nächsten Werktag aus. Samstage gelten hier nicht als Werktage. Auch die AU-Folgebescheinigungen muss jeweils innerhalb von einer Woche nach der Feststellung der weiteren Arbeitsunfähigkeit bei der Kasse sein.

Was passiert, wenn die lückenlosen Nachweise fehlen oder zu spät kommen?
Kommt die Bescheinigung verspätet oder gar nicht, droht der Verlust des Krankengelds. Das ist keine Gängelung durch die Krankenkasse, sondern gesetzlich so vorgeschrieben.

Ein Original mit drei Durchschlägen – was muss ich wem schicken?
Die AU-Bescheinigung besteht aus dem Original und drei Durchschlägen.
Das Original: geht zur Krankenkasse
1. Durchschlag: zum Arbeitgeber bzw. Arbeitsamt
2. Durchschlag: behalten Sie für Ihre Unterlagen
3. Durchschlag: bleibt beim Arzt

Muss der Postweg sein? Oder geht es auch einfacher?
Wer krank ist, schleppt sich nur ungern zum Briefkasten. Bosch BKK-Versicherte können ihre AU-Bescheinigung auch über das Online Kundenportal “Meine Bosch BKK” einreichen. Es reicht hier, die Bescheinigung zu fotografieren und hochzuladen. Dieses kurze Video zeigt Ihnen, wie es geht. Das Original muss nicht nachgereicht werden. Registrieren Sie sich am besten gleich online

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