14.06.2017

Kasse ist klasse Teil 1: Prinzip Solidarität

Illustration: Frank von Grafenstein

Einer für alle, alle für einen: Das Solidarprinzip ist eine der tragenden Säulen der gesetzlichen Krankenversicherung und Teil 1 unserer Serie über die Grundlagen eines Erfolgsmodells.

Der eine ist kerngesund, geht vielleicht zweimal im Jahr zum Arzt. Die andere ist chronisch krank, benötigt eine Vielzahl von Medikamenten und wird ständig medizinisch betreut. Der eine ist weit über 80 und leidet an all den üblichen Gebrechen, die mit hohem Alter einhergehen. Die andere ist gerade in die Schule gekommen und muss öfter mal mit Platzwunden in die Nothilfe, weil sie ein ziemlich wilder Racker ist.

Versorgung für alle
In diesen ganz unterschiedlichen Lebenslagen werden all diese Menschen als Mitglieder einer gesetzlichen Krankenversicherung gesundheitlich versorgt. Das Solidarprinzip macht es möglich: Man zahlt gemäß der eigenen finanziellen Leistungsfähigkeit, wird aber entsprechend seiner Bedürftigkeit versorgt. So stehen Gesunde für Kranke ein, gut situierte Menschen für Mitbürger, die nicht so viel Geld haben, Berufstätige für Kinder und Rentner. Jeder hat Anspruch auf eine gute medizinische Versorgung.

Solidarität funktioniert
Deutschland steht mit der solidarisch organisierten Krankenversicherung im internationalen Vergleich gut da. Man denke nur an die USA, wo eine Krankenversicherung alles andere als selbstverständlich ist. Natürlich stellen Entwicklungen wie der demografische Wandel hin zu einer älteren Gesellschaft das Solidarprinzip vor große Heraus­forderungen. Die Mehrheit der Bevölkerung will die Vorteile aber nicht missen. Dazu gehört auch der reduzierte Beitrag im Alter, der der Rente angepasst wird. Kinder und Studenten sind bis zu ihrem 25. Lebensjahr kostenlos mitversichert. Genauso Ehepartner ohne oder mit einem geringen Einkommen.
Solidarität funktioniert. Wenn ein Versicherter schwer erkrankt, kann die ärztliche Versorgung sehr teuer werden. Es geht um Summen, die sich die meisten Menschen niemals leisten könnten. Die Solidargemeinschaft ist deshalb ein Glück für jeden, der in eine Notlage gerät. Und weil das allen passieren kann, genießt das Modell auch großen Rückhalt in der Bevölkerung. Nicht umsonst sind rund 80 Prozent der Deutschen nach wie vor gesetzlich krankenversichert.

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